Big Mac Rezept vegan

Big Mac Rezept: Wie du einen unglaublichen veganen Big Mac machst

Ein Big Mac Rezept für zu Hause!

Vor einiger Zeit stieß ich beim Stöbern im Internet auf ein Video, in dem der Mac Donalds Chef die Big Mac Sauce vorbereitet. Auch wenn ich kein Fan mehr von Mac Donalds bin, schaute ich mir das an, denn ja, es gab in meiner frühen Vergangenheit mal Zeiten, als ich den Big Mac geliebt habe. Vor allen Dingen wegen seiner Soße.

Nach dem Anschauen war mit sofort klar: Die Soße ist verdammt simpel und kann ohne Geschmackseinbußen vegan zubereitet werden.

So ist das oft in unserem Alltag. In unglaublich vielen Gerichten und Dingen die wir konsumieren, steckt Tierleid mit drin, obwohl das gar nicht notwendig wäre. Und mit nicht notwendig meine ich, nicht mal die ethische Komponente. Ich meine, dass es niemandem schlechter schmecken würde, wenn es einfach vegan wäre, also ohne Tierleid und Massentierhaltung. Ein einfaches Beispiel sind verschiedene Chipstüten.

Aber das ist heute nicht unser Thema. Es geht um den veganen Big Mac und seine Soße. Denn auch wenn die ein oder andere Fastfoodkette noch weit weg davon ist, kannst du mir mit diesem simplen Big Mac Rezept jetzt deine eigene vegane Kreation zubereiten.

Nachdem ich also die Soße sehr einfach nachmachen konnte, habe ich noch etwas an den perfekten Buletten gefeilt. Und heute ist es soweit. Wir präsentieren: DEN Big Vac.

Big Mac Rezept: Die Zutaten

Das Big Mac Rezept ist auf ist auf drei vegane Big Macs ausgelegt.

Vegane Big Mac Soße:

4 EL vegane Mayo

4 EL gehackte, süße Gurken

1 EL Senf

1 TL Zwiebelpulver

1 TL Paprika

1 Schuss Weißwein-Essig

1 halbe Zehe Knobi, kleingehackt

etwas Pfeffer nach Belieben

 

Buletten:

1 Dose schwarze Bohnen (Abtropfgewicht 255g, Kidneybohnen gehen auch)

50 g Buchweizen (gekocht ca. 150-160g)

1 EL Stärke

2 EL Dinkelmehl

1 EL Hefeflocken

1 EL Tomatenmark

1 TL Agavendicksaft

1 TL Zwiebelpulver

1 gestrichener TL Salz

1 halber gestrichener TL Pfeffer

Etwas Sojasoße

 

Weitere Zutaten:

Burgerbrötchen (in gut sortierten Supermärkten oft eh vegan, einfach die Zutatenliste checken)

Ein halber Kopf Eisbergsalat

Eine kleine Zwiebel

3 Scheiben veganen Cheddarkäse (z.B. von Violife oder Wilmersburger)

Rapsöl

6 süß eingelegte Kurkenscheiben

 

Die Zubereitung

Die vegane Big Mac Soße

Dieser Schritt ist nicht ganz so schwer. Die oben genannten Zutaten werden einfach alle in eine Schüssel gegeben und mit einem Löffel verrührt. Fertig.

Vegane Majonaise gibt es zwar (noch) nicht in Discountern, jedoch mittlerweile in fast allen besser sortierten Supermärkten wie z.B. Edeka, REWE oder Real.

Jedoch habe ich noch zwei kleine Anmerkungen:

  • Das Originalrezept verwendet süßes Gurken Relish. Wir haben alle Supermärkte in unserer Kleinstadt abgesucht und konnten das nirgendwo finden. Daher haben wir stattdessen süß eingelegte Gurken aus dem Glas verwendet. Das schmeckt genauso gut und gibt es wirklich überall in Deutschland.
  • Zum Essig sei noch gesagt, das genauso gut auch jeder Essig, z.B. Apfelessig, verwendet werden könnte, oder auch einfach ein Schuss vom Gurkenwasser.

 

Vegane Buletten ohne Tofu und Seitan

Wenn du fertige vegane Buletten aus dem Supermarkt nimmst, kannst du dir diesen Schritt natürlich sparen.

Für meine veganen Buletten habe eine lange Zeit einfach schwarze Bohnen, oder Kidneybohnen als Basis genommen. Dazu verschiedene Gewürze, etwas Mehl und Stärke zum Binden und schon kann eine sehr leckere Bulette bei rauskommen. Nur hatte das ganze einen Haken.

Die Buletten waren von der Konsistenz nie wirklich fest und stabil, und im Innern etwas zu matschig. Und stabil sollte eine perfekte vegane Bulette aber sein, wenn ich sie auf einem Burger verwenden möchte. Also fing ich an mit verschiedenen festeren „Körnern“ zu experimentieren, die Im Gegensetz zu den Bohnen, nicht verdrückt werden. Nachdem ich lange Zeit Haferflocken fand ich schließlich etwas noch viel besseres: Reis, Hafer, Dinkel oder wie in diesem Rezept Buchweizen, machen einen grandiosen Unterschied!  Spätestens nach diesem Rezept werdet ihr das garantiert auch so sehen.

Das geile daran ist, wenn immer ihr Reis, Hafer, Dinkel oder Buchweizen vom Vortag übrig habt, braucht ihr nur noch ein paar Bohnen und schon ist die perfekte Bulette nicht mehr weit.

Die Bulletenmasse

Die 50 g Buchweizen werden einfach in einem kleinen Topf mit der doppelten Menge Wasser (100g = 100ml) bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten gekocht und dann zur Seite gestellt.

Im Anschluss werden sie schwarzen in einem Sieb über der Spüle mit etwas Wasser durchgespült. Nachdem sie gut abgetropft sind, können sie einer Schüssel mit einer Gabel zerdrückt werden. Sobald eine einigermaßen gleichmäßige Masse entstanden ist (muss nicht perfekt sein) können alle weiteren Zutaten, außer die Sojasoße  mit in die Schüssel gegeben werden.

Das Ganze wird dann zur finalen Bulettenmasse verrührt. Ich mache das selbst immer mit meiner Hand, weil es dann für mich am schnellsten geht, aber ein Esslöffel tut es natürlich auch.

Anschließend kann die Masse in sechs gleich große Teile geteilt werden, aus denen dann jeweils mit der Hand Buletten geformt werden. Wenn die Masse zu matschig ist, einfach etwas Mehl zwischen die Hände geben. Da wir ja einen Big Vac bauen, und zwei Buletten aufeinander in einem Burger stapeln werden, formen wir die Buletten möglichst dünn. Das Ganze muss ja nachher irgendwie auch noch in unseren Mund passen.

Das Braten

Wenn ich Buletten für mich selbst zubereite, verwende ich gar kein Öl, oder nur eine minimale Menge. Heute steht aber nicht die Gesundheit an erster Stelle, sondern der authentische Big Vac-Geschmack.

Im Gegensatz zu einer Bulette aus Hackfleisch haben die hier verwendeten Zutaten so gut wie kein Fett. Das kompensieren wir jetzt beim Braten, indem wir reichlich Öl verwenden. Dadurch kriegt die Bulette die perfekte Konsistenz – außen fest und leicht knusprig, innen noch etwas saftig.

Sobald das Öl heiß genug ist geben wir die Buletten in die Pfanne hinein und lassen sie  ca. 2-3 Minuten von der einen Seite schön braun anbraten. Sie sollten wirklich Farbe bekommen. Jetzt kommt die Sojasoße ins Spiel. Kurz bevor wir sie wenden, geben wir ein paar Tröpfchen Sojasoße auf die Buletten. Anschließend wenden wir sie und lassen auch die andere Seite gute 2-3 Minuten braten.

Et voilá – Die perfekten veganen Big Mac Buletten sind fertig.

 

Burgerbrötchen

Wenn es optisch wirklich der Big Mac sein soll, hat das Ganze noch eine kleine Hürde. Das Burgerbrötchen muss in drei Teile geteilt werden. Mit einem guten Messer und etwas Geduld gelingt das aber ganz gut.

Im Anschluss toasten wir das Brot noch leicht an. Entweder im Toaster oder in einer Pfanne, ohne Öl.

Weitere Zutaten

Bevor es losgehen kann, hacken wir noch schnell die Zwiebeln, und den Eisbergsalat und legen die Gurkenscheiben und den Käse bereit.

Wir haben den Cheddar von Wilmersburger verwendet, weil es den bei uns im Edeka und im Reformhaus gibt. Der schmeckt echt gut und ist auf Kokosölbasis.

Genauso gut finden wir aber die Käsesorten von Violife (auch auf Kokosölbasis). Und es gibt sicher noch einige weitere. Wenn ihr das in eurem Supermarkt nicht findet, dann bestimmt im Reformhaus oder zur Not im Internet.

Die Konstruktion

Kommen wir zum großen Finale, der Konstruktion.

  1. Wir verteilen großzügig Soße auf der unteren und der mittleren Brötchenhälfte
  2. Dann streuen wir jeweils ein paar Zwiebelstückchen, Gurken und eine gute Portion Eisbergsalat da drauf
  3. Auf die untere Brötchenscheibe kommt zusätzlich noch die Käsescheibe
  4. Und schließlich legen wir jeweils eine Bulette oben drauf
  5. Abschließend legen wir die mittlere Brötchenscheibe auf die Untere und krönen das Meisterwerk mit dem Deckel.
  6. Jetzt können wir uns wohlverdient zurücklehnen, einen kräftigen Biss vom unserer Bulette nehmen und unser Werk genießen!

Das war unser erstes Rezept auf Easy Food. Schreib uns gerne in die Kommentare wie es dir gefallen hat, und teil das Big Mac Rezept mit deinen Freunden!

In Zukunft wird auf dieser kleinen Seite noch einiges geschehen. Wir möchten mit simplen und leckeren Gerichten zeigen, wie simpel eine vielfältige, pflanzliche Küche sein kann.

Es werden auch gesündere Gerichte kommen, aber ab und zu darf es eben auch mal ein Big Vac sein.

Schreib uns auf jeden Fall in die Kommentare und lass uns wissen wie dir der Burger geschmeckt hat und was du dir in Zukunft für ein Rezept wünschst.

 

Alles Liebe,

Carlos und Thomas

 

P.S.: Guten Appetit!

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Comments 8

  1. Petra We

    Oh, das klingt wirklich lecker. Interessant ist der Teil mit den schwarzen Bohnen. Wo bekommt man die am besten?

    Das Rezept werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall mal „nachbasteln“

    Danke!

    1. Post
      Author
      Carlos

      Hallo Petra,
      ich habe sie in Essen, um Ruhrgebiet, im Veganz gekauft. Die gibt es aber auch in Biosupermärkten und ich habe sie auch schon Mal in nem REWE gesehen.
      Ansonsten geht das Ganze natürlich auch mit Kidneybohnen. 🙂

      LG

  2. Helga Hensel

    Also, jetzt habe ich so was von Appetit… So ein fieser BigMac war ja immer Nr. 1 für mich in diesem Nahrungsmittelfachgeschäft… 😉 Da ich schon eine vegane Burgervariante auf Kidneybohnenbasis erfolgreich an meinem Omni getestet habe, bin ich davon überzeugt, dass ich hiermit ganz weit oben landen kann. Ich werde das auf jeden Fall einmal ausprobieren. Also zunächst: DANKE! 🙂

    1. Post
      Author
      Carlos

      Hi Helga,
      schön, dass dir das Video und das Rezept gefallen.
      Berichte uns sehr gerne wie es geschmeckt hat und angekommen ist. 🙂
      LG
      Carlos

  3. Gregor Hammer

    Heute probier ich das Rezept…bin wahnsinnig gespannt und freu mich drauf! Hab hier schon groß Werbung gemacht…
    Werde auf jeden Fall das Ergebniss berichten!
    Eine Frage hätte ich noch.., gibt es eine Alternative für die Hefeflocken..,die kann ich nicht auftreiben.?

    MfG Gregor

    1. Post
      Author
      Carlos

      Hey Gregor, sehr schön!
      Ich bin gespannt zu hören, wie es dir geschmeckt hat.
      Die Hefeflocken sind vor allen Dingen für den Geschmack. Wenn du keine hast, probier es stattdessen mit einem Löffel Gemüsebrühe-Pulver. Eventuell muss dann nicht mehr ganz soviel Salz rein. Schmeck es also am besten ab, um die Buletten nicht zu versalzen. 🙂
      Liebe Grüße
      Carlos

  4. Gregor Hammer

    Also hier mein Bericht…hab übrigens doch noch Hefeflocken beim Tegut gefunden..!
    Ich muss gestehen ich war früher ein absoluter BigMac Fan…hab im Laufe der Jahre unzählige gegessen und dem zufolge war ich wirklich gespannt!!!
    Also vorab…es war wirklich extremst lecker! Und jetzt kommt das Aber… man kann die veganen BicMac meiner Meinung nach nicht mit dem Original vergleichen. Das ist wirklich! nicht negativ gemeint…warum muss man immer alles vergleichen. Ich habe die Erfahrung gemacht dass man das vegane Essen nicht mit dem Original vergleichen sollte. Ich bin seit über 4 Jahren überzeugter Veganer und habe insgesamt gesehen noch nie so gut gegessen wie in diesen 4 Jahren. Aber jedesmal wenn ich etwas im Vergleich gegessen habe hat das Vegane verloren weil man einfach irgendwelche Erwartungen hat..,obwohl es, wie der BigMac auch, sogar besser als das Original schmeckt wenn man es ohne Vergleichserwartung ist!!!
    Euer BicMac hat sogar meinen Kindern und meiner Frau geschmeckt. Meine Frau ist der gleichen Meinung wie ich, wirklich leckerst aber nicht vergleichen. Nicht weil der Original besser wäre sondern weil man in so einem Vergleich Erwartungen hat die er nun mal (jetzt muss ich natürlich sagen zumindest für uns) nicht erfüllt. Meine Kinder waren total begeistert, aber die haben noch nie einen Original BicMac gegessen…
    Also unsere abschließende Beurteilung. : Wirklich extremst lecker…besser als das Original, wenn man ihn nicht im Vergleich ist!
    (bis auf die Sauce, die kann man vergleichen…und sie hält dem Vergleich stand!)
    Also danke für das leckere Rezept❗❗❗

    LG Gregor

  5. Gregor Hammer

    Was ich noch sagen wollte…weiß nicht was es für ein Aufwand ist.., aber ich fände es toll, wenn es eine Druckversion oder zumindest eine Möglichkeit zum Speichern für eure tollen Rezepte gäbe..!?!

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